
I just wanted to share an amusing yet very relevant video with you.
There have been a few posts about wealth and inheritance taxes in the last few days, so this fits in well 🙂
Warum alle Milliardäre hassen (sollten)
byu/WolfheartedKai inAustria
Posted by WolfheartedKai
5 Comments
Hassen ist ein wenig übertrieben, aber man muss sie dazu zwingen, dass sie Verantwortung übernehmen und ihren rechtmäßigen Teil zur Gesellschaft beitragen.
Das Problem in Österreich ist, dass wenn Politiker sagen “wir müssen die Milliardäre höher besteuern” die tatsächliche Umsetzung die geplant ist oft lautet “wir müssen jeden höher besteuern, der ein bisschen was am Konto hat”. Die Milliardär-Rhetorik hat da oft wenig mit der Realität zu tun.
Hab mir das video reingezogen.. und ehrlich… das ist halt viel gefühl und wenig substanz.
diese nummer mit „verkäuferin müsste 1,9 millionen jahre arbeiten“ ist einfach bullshit-mathe.
vermögen ist nicht gehalt. unternehmenswert ist nicht bargeld. das hat mit echter realität nix zu tun.
ungleichheit wird hier dauernd mit ungerechtigkeit verwechselt.
entscheidend ist doch, ob es der breiten masse besser geht als früher. und ja, das tut es historisch gesehen.
„trickle down“ wird als strohmann zerlegt, den so eh kein ernsthafter ökonom vertritt.
und kapitalsteuer mit lohnsteuer zu vergleichen, ohne risiko, verluste, inflation und firmensteuern mitzudenken, ist halt erstsemester-niveau.
unterm strich:
viel dramatisierung, wenig erklärung.
mehr empörung als echte analyse.
Na ja der Unternehmenswert wird unter anderem auch dadurch definiert wie profitabel ein Unternehmen überhaupt ist. Somit wie viel Umsatz wird generiert, wie viel Gewinn wirft es ab etc. Die Zukunft spielt da natürlich auch eine entsprechende Rolle wie die Chance für das Produkt/Unternehmen in 2, 5 oder 10 ist. In der Regel (Meme Aktien wie Tesla mal außen vor) ist aber der Umsatz und der Gewinn das, was Unternehmensanteile wirklich wertvoll machen. Menschen mit Milliardenvermögen haben jetzt nicht Anteile der Tante Emma GmbH die 2 Bäckerein mit 10 Mitarbeiter beschäftig sondern eher Firmen wie Microsoft oder Redbull die Mrd. € umsetzen. Klar, Zukunft spielt da eine Rolle aber für ein wirkliches Mrd Vermögen sollte auch eine entsprechende Basis in Form Umsatz, Gewinn Cashflow etc existieren.
Ja es stimmt uns, der breiten M-sse, geht es besser. Der Umstand der aber bei solchen Diskussionen am meisten angeprangert wird ist das es uns zwar besser geht aber einer ganz kleine Gruppe trotzdem noch deutlich, deutlich besser. Die Produktivität ist gestiegen aber die lohne haben sich proportional schlechter entwickelt ([Grafik 2 im Text](https://www.geldfuerdiewelt.de/p/zu-viele-rentner-zu-wenig-kinder?utm_campaign=post&utm_medium=web)). Wie du siehst war das früher nicht so. Bis zu den 1990iger haben sind BIP, Rente (sind Daten von Deutschland) und Löhne gleich verhalten. Dies ist jetzt komplett anders und dieser Umstand wird angeprangert. Die Vermögen der reichsten haben sich die letzten 25 Jahre vervielfacht. Von 1 Trillion auf 16 Trillionen $ Gesamtvermögen von Milliardären. Es wär ja alles kein problem wenn es wirklich allen ungefähr gleich besser gehen würde. Aber das Problem ist dass sich diese Ungleichheit immer schneller Vergrößert.
Milliardenvermögen sind meiner Meinung nach ein Produkt von einem ungleichen System. Sie sind nicht nicht der Auslöser sondern eher ein Symptom. Wenn sich so viel Geld bei jemanden Einzelnen so massiv akkumuliert stimmt die Verteilung nicht. Es soll reiche Menschen geben aber nicht so reiche, dass jemand jeden Tag das Lebenseinkommen eines normalen Arbeiters ausgeben müsste damit er das überhaupt in seinem ganzen Leben verbrauchen könnte. Solche Mengen an Geld sind mMn verwerflich und auch gefährlich für die Ordnung und Demokratie.
https://www.youtube.com/watch?v=uIRxkHU7Jcg