Wäre wünschenswert dass damit auch mal klare Diagnoserichtlinien kommen.
FML_FTL on
Einer hat mit dieser Krankheit vor paar Tagen hier gepostet und gesagt, dass er die Sterbehilfe annimmt weil das Leben nicht mehr lebenswert ist. Hat er doch geschafft die Leute darauf aufmerksam zu machen? Ich hoffe es geht ihm besser.
iKnitYogurt on
> Der auch für PAIS geltende Versorgungspfad sieht laut Gesundheitsministerium vor, dass eine erste Abklärung vor allem im allgemeinmedizinischen niedergelassenen Bereich erfolgen soll.
Jetz schon der Schmäh des Jahres. Aus jahrelanger Erfahrung mit meiner Ex-Partnerin, und über sie auch viele andere Betroffene: die Leute werden von Gutachtern und Fachärzten schon nicht ernstgenommen, das reicht vom Leugnen der bloßen Existenz solcher Krankheitsbilder, über diverses Gaslighting (eh alles nur psychosomatisch / Depression), bis hin zu schädlichen Ratschlägen (“wer rastet der rostet, einfach wegtrainieren”). Da werden rollstuhlgebundene Leute zur Begutachtung des Behinderungsgrades in nicht barrierefreie Praxen bestellt – im dritten Stock, ohne Lift. Wie da der durchschnittliche Allgemeinmediziner, der nebenbei Globuli und Bachblüten verschreibt, sowas ernstnehmen und diagnostizieren soll, is mir ein Rätsel.
Ich weiss schon, damit man vernünftige Maßnahmen planen kann, braucht man Datenlage – aber wenn ma auch nur ansatzweise irgendwie mit dem Thema Berührungspunkte hat, weiß man seit Jahren, dass die Situation eine komplette Schande für ein Land wie Österreich is. Da brauch ich keine Datenlage erheben, wenn’s in ganz Wien eine einzige Ambulanz dafür gibt, und die zwei Jahre im Vorhinein ausgebucht is. Man kann sich in diesem Land ja über vieles (berechtigt) aufregen, und die Gesundheitsversorgung insgesamt hat sicher so seine Mängel, und der Trend schaut jetzt auch nicht positiv auf… aber das is wirklich seit Jahren etwas, wo Betroffene komplett im Regen stehen gelassen werden. Keine Behandlung, keine Anerkennung, dementsprechend auch keine finanzielle Unterstützung, während arbeiten gehen halt oft einfach nicht möglich is… Ich muss ehrlich sein: meine Ex hat’s *vergleichsweise* nur leicht erwischt… ich glaub trotzdem, dass ich mich in ihrer Situation schon einige Male sehr ernsthaft mit Suizidgedanken auseinandergesetzt hätte.
Knusperwolf on
Da hat der Rechnungshof zwar recht, aber wenn man mehr Geld dafür ausgeben würde, würds ihnen wahrscheinlich auch wieder nicht passen.
goblin_slayer4 on
Kein Wunder das es hier so langsam vorangeht wenn man das hat beginnt eine Arzt Odysee weil unterschiedliche Fachbereiche zuständig sind die man vereinen müsste in einem Land wo alles getrennt betrachtet wird.Â
7 Comments
wird verdammt noch mal a zeit.
Wäre wünschenswert dass damit auch mal klare Diagnoserichtlinien kommen.
Einer hat mit dieser Krankheit vor paar Tagen hier gepostet und gesagt, dass er die Sterbehilfe annimmt weil das Leben nicht mehr lebenswert ist. Hat er doch geschafft die Leute darauf aufmerksam zu machen? Ich hoffe es geht ihm besser.
> Der auch für PAIS geltende Versorgungspfad sieht laut Gesundheitsministerium vor, dass eine erste Abklärung vor allem im allgemeinmedizinischen niedergelassenen Bereich erfolgen soll.
Jetz schon der Schmäh des Jahres. Aus jahrelanger Erfahrung mit meiner Ex-Partnerin, und über sie auch viele andere Betroffene: die Leute werden von Gutachtern und Fachärzten schon nicht ernstgenommen, das reicht vom Leugnen der bloßen Existenz solcher Krankheitsbilder, über diverses Gaslighting (eh alles nur psychosomatisch / Depression), bis hin zu schädlichen Ratschlägen (“wer rastet der rostet, einfach wegtrainieren”). Da werden rollstuhlgebundene Leute zur Begutachtung des Behinderungsgrades in nicht barrierefreie Praxen bestellt – im dritten Stock, ohne Lift. Wie da der durchschnittliche Allgemeinmediziner, der nebenbei Globuli und Bachblüten verschreibt, sowas ernstnehmen und diagnostizieren soll, is mir ein Rätsel.
Ich weiss schon, damit man vernünftige Maßnahmen planen kann, braucht man Datenlage – aber wenn ma auch nur ansatzweise irgendwie mit dem Thema Berührungspunkte hat, weiß man seit Jahren, dass die Situation eine komplette Schande für ein Land wie Österreich is. Da brauch ich keine Datenlage erheben, wenn’s in ganz Wien eine einzige Ambulanz dafür gibt, und die zwei Jahre im Vorhinein ausgebucht is. Man kann sich in diesem Land ja über vieles (berechtigt) aufregen, und die Gesundheitsversorgung insgesamt hat sicher so seine Mängel, und der Trend schaut jetzt auch nicht positiv auf… aber das is wirklich seit Jahren etwas, wo Betroffene komplett im Regen stehen gelassen werden. Keine Behandlung, keine Anerkennung, dementsprechend auch keine finanzielle Unterstützung, während arbeiten gehen halt oft einfach nicht möglich is… Ich muss ehrlich sein: meine Ex hat’s *vergleichsweise* nur leicht erwischt… ich glaub trotzdem, dass ich mich in ihrer Situation schon einige Male sehr ernsthaft mit Suizidgedanken auseinandergesetzt hätte.
Da hat der Rechnungshof zwar recht, aber wenn man mehr Geld dafür ausgeben würde, würds ihnen wahrscheinlich auch wieder nicht passen.
Kein Wunder das es hier so langsam vorangeht wenn man das hat beginnt eine Arzt Odysee weil unterschiedliche Fachbereiche zuständig sind die man vereinen müsste in einem Land wo alles getrennt betrachtet wird.Â
Die haben die falschen Parteien gewählt /s