The real estate industry is “fixated on demolition” – with catastrophic consequences

https://www.derstandard.at/story/3000000258347/immowirtschaft-ist-auf-abriss-fixiert-mit-katastrophalen-folgen

Posted by StatisticianFull8222

10 Comments

  1. Am besten wär’s natürlich in einem Amazon Karton zu wohnen, aber wer kann sich das Grundstück schon noch leisten?

  2. Classic_South_5374 on

    Viele Häuser mit Bausubstanz speziell aus den 60er, 70er und auch noch teilweise 80er Jahren sind mit Schadstoffen wie z.B. Asbest belastet und energetisch in einem katastrophalen Zustand. Sprich du musst dich bei einer Sanierung mit erheblichen Altlasten und Risiken auseinandersetzen. Auch Kostenmäßig kann die Sanierung eines Altbaus schnell aus dem Ruder laufen.

  3. Kosten für Sanierung sind fast schon so hoch wie Neubau, und du bist oftmals an veraltete Raumaufteilung, Konzeption, eigentlich alles gebunden…

    Und wennst für Gewerbe Sanierst bist dann teils sogar an die Verwendung laut letzter bewilligter Einreichung gebunden – viel Spass dann …

  4. GroundZeroMstrNDR on

    Wow, da wird ein Haus wast so am Balkan in jedem Kaff 10 mal findest mit dem deutschen Architekturpreis ausgezeichnet 

  5. Das ist völlig in Ordnung so. Wir haben viele moderne Anforderungen an Wohnraum: Wir wollen insgesamt mehr Wohnraum, müssen also verdichten, damit die Mieten fallen, dämmbar soll er sein, um Energie zu sparen, und gesundheitsschädliche Baustoffe dürfen auch nicht verwendet werden. Diese Anforderungen sind mit einer Umnutzung oder Ausbau von Altbau meistens nicht umsetzbar. Es doch zu versuchen ist ineffizent und teuer, weil an jeder Ecke Speziallösung ausgetüftelt und genehmigt werden müssen.

    Die zitierte Altbaustrategie “House Europe” ist ein wertvoller Beitrag zur Wohnraumschaffung. Aber der Grossteil muss durch Verdichtung, also Abriss und Ausbau, geschaffen werden, nicht Umnutzung. Denn es gibt einfach nicht genug entsprechende Altbauobjekte. Gewerbeobjekte sind nur in Ausnahmefällen als Wohnungen geeignet, weil sie kaum Fenster oder Sanitäranlagen haben. Das muss man alles nachrüsten. Und du kannst nicht mal einfach in einen gigantischen Karstadt-Stahlbetonbau einen Innenhof reinbohren, und erwarten, dass die Statik aufgeht. Das ist aufwändig. Wo es geht: Sehr gerne.

    Aber dass der Artikel diese doch eher nischige Komplementärlösung zur Fundamentalkritik an Abriss und Neubau umdeutet ist wahrscheinlich nicht im Sinne der zitierten Leute, und auch generell eine unsinnige Haltung, die eher an generell baufeindliche Nimbys als an irgendeine sinnvolle Überlegung erinnert.

  6. Pervers insbesondere auch, wie potthässlich viele der Neubauten sind. Überlegts euch doch mal, wenn ihr die letzten Jahre auf Urlaub warts und Städte, Architektur, Kultur, etc. besichtigt habt: Was davon war alt? Also entweder so richtig alt, oder zumindest Rennaissance, Barock etc.? Und was davon war neu?

    “Beauty will save the world” sprach Prinz Myshkin in Dostoevskis Roman “Der Idiot”. Davon sind wir heute weiter entfernt, als zuvor.

    Und klar, jetzt kommen gleich wieder alle, die schwadronieren, wie extrem teuer es doch ist, “schön” zu bauen. Aha, interessant, dh. trotz unserer 789081095% Wirtschaftswachstum haben es die Leute in der Antike, im Altertum, im Mittelalter, in der Rennaissance, geschafft, einen höheren Schwerpunkt auf Schönheit zu legen, als wir heute. Klingt danach, als hätten wir echt sehr viel richtig gemacht im letzten Jahrhundert.

  7. Alte Häuser sanieren ist schlichtweg nicht sinnvoll ab einem gewissen Alter.

    Moderne Bauten unterscheiden sich einfach zu massiv von den alten um sinnvoll renoviert werden zu können.

    Dass man darauf schaut, dass Altbauten nachhaltig entsorgt und Teile wo möglich wieder verwertet werden macht schon Sinn, aber es ist einfach viel zu wenig wieder verwertbar von so einem alten Haus, als dass sich das drumherum arbeiten lohnt.

  8. Medium-Comfortable on

    Unser Gründerzeithaus wurde über den Sommer thermisch saniert. Dazu in allen Wohnungen bei denen es notwendig war neue Fenster. Kann man sagen was man will, aber die 3.50 m Deckenhöhe machen einfach ein anderes Wohngefühl. Das gesamte Haus und unsere Wohnung sind in einem exzellenten Zustand und ich bin unendlich Dankbar, dass unser Eigentümer so gut drauf schaut. Keine Ahnung on Abriss und Neubau günstiger gewesen wäre. Aber auch das Nebenhaus wurde vor einem Jahr komplett entkernt und neu ausgestattet. Also wird’s wahrscheinlich noch Sinn machen.