
Opinion: Violence against women: Feminism should look everywhere – including migrant milieus
https://www.spiegel.de/panorama/gewalt-gegen-frauen-feminismus-sollte-ueberall-hinschauen-auch-in-migrantische-milieus-a-84f7d724-cfe8-4a68-8f0f-ae6124576975
Posted by Express-Hedgehog4602

16 Comments
Es ist schön, dass das Mädchen offenbar seinen Rückhalt hat. Ich kenne leider auch andere Fälle. In patriarchal geprägten Kulturkreisen kommt es häufig zu einer Täter-Opfer-Umkehr. Eine syrische Freundin erzählte mir einmal, dass sie vergewaltigt worden sei – und man ihr damit ihre Jungfräulichkeit genommen habe. Ihren Eltern sagte sie es nie, aus Angst, am Ende selbst als Schuldige dazustehen. Ich verstand sofort, was sie meinte.
Was patriarchalische Strukturen anrichten können, habe ich hautnah selbst erlebt. Ich habe als Kind mitbekommen, was meine Mutter durchmachen musste, weil sie in den Augen ihrer Schwiegerfamilie keine »gute Hausfrau und Mutter« war. Sie wurde gedemütigt, geschlagen, gemobbt. 2005 starb sie, weil sie auf der Straße von einem Auto erfasst wurde. Ich glaube, sie hielt ihr Leben nicht mehr aus.
Als ich älter wurde, verstand ich: Was Frauen in Familien wie meiner angetan wird, hat System. Meine Mutter war kein Einzelfall. Und genau deshalb schreibe ich darüber – über Sex, über Gewalt, über Wertvorstellungen, die nicht in eine offene Gesellschaft passen. Das hatte Konsequenzen. Es kam zum Bruch mit meiner Familie. Für sie gilt: Eine gute Frau spricht nicht über solche Dinge. Ich sehe das anders.
Ich will, dass sich Deutschland nicht nur über das Schicksal von Collien Fernandes empört, sondern auch über das der getöteten 15-Jährigen aus Pirmasens, des Mädchens aus Neukölln, das von Maryam H. Was sagt der Großteil des linken Feminismus dazu? Allzu oft schweigt er – oder greift zu Rassismusvorwürfen, sobald jemand Kritik an solch überkommenen Traditionen übt. »Betroffenen zuhören« heißt es gerade wieder. Das gilt aber offenbar für viele nur, solange Betroffene das erzählen, was man hören will. Was ist das für ein Feminismus, der nur dann auf die Barrikaden geht, wenn es die »richtigen« Opfer und Täter sind?
Gewalt darf man nicht gegeneinander ausspielen. Es ist wichtig, dass wir über digitale Gewalt an Frauen sprechen. Wir müssen aber auch über häusliche Gewalt reden und dürfen nicht schweigen, wenn Mädchen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen dürfen, weil ihr Körper als Projektionsfläche für Sünden betrachtet wird. Wenn sie nicht bei Schulausflügen dabei sein dürfen oder wenn einen Freund zu haben bedeutet, dass die Familie einen verstößt.
Das hätte jetzt auch eine Meldung von nius sein können.
Whataboutism in reinform
Ja, weil auch niemand je über Probleme mit Migration spricht, endlich ist jemand so mutig, dieses Schweigen zu beenden /s
Wäre das nicht rassistisch
Ich weiß nicht, ob das so stimmt, ich hab letztens eine Arte Doku gesehen wo ganz klar gesagt wurde, dass Frauen aus islamischen Kulturkreisen oft von patriarchalen Strukturen und ihren Männern ausgebremst oder vom der gesellschaftlichen Teilhabe gehindert werden.
Absoluter Bullshit. Kenne keine Feministinnen, die es gut finden, dass irgendwo im Nahen Osten Mädchen vergewaltigt werden. Oder, dass hier in “migrantischen Milieus” weiterhin Frauen entführt und wie Sachen verkauft werden. Ich bräuchte hier Nachweise dafür, dass Feminismus nicht überall hinschaut.
Wann Gender-Apartheid Diskurs?
Die Person kommt aus dem gleichen lager wie ahmad mansour und konstantin schreiber. Sie verkauft eine agenda, indem sie halbwahrheiten mit fiktion mischt. Ein meinungsartikel nach dem anderen.
Publizisten glauben, indem sie poc nehmen, die deren rassenagenda glaubwürdiger machen können.
Eine pseudoexpertin.
Niemand findet egal welche Seite findet es gut, wenn es um Frauenfeindlichkeit geht und bei Migranten wegegeschaut wird. Es gibt keine Seite die das unterstützen würde. Bloß **muss** man leider plötzlich eben doch widersprechen, wenn versucht wird es so darzustellen, als sei der Frauen größtes Problem migrantischen Ursprungs. “DaS pRoBlEm IsT iMpOrTiErT!” Nein Dieter ist es nicht.
Tut Feminismus. Man will vom eigentlichen Thema ablenken und bösen Ausländern die Schuld geben.
Vor allem im Hinblick auf die Proteste ausgelöst durch den Fernandez-Ulmen-Fall ist das eine richtige und wichtige Frage.
Vergewaltigung und Misshandlung in ärmeren und vor allem überwiegend migrantischen Milieus bringt keine so große Reichweite, keine so gut sichtbaren Proteste.
Woran das genau liegt, sei jetzt mal dahingestellt.
Schwierig ist hierbei das Eine nicht gegen das Andere aufzuwiegen und ich weiß nicht wie gut und differenziert das im hauptsächlich männlich dominierten Internetforen funktionieren kann.
Das ist eine so ermüdende Diskussion.
Der Feminismus™ ist sich dessen wohl bewusst und schaut auch in migrantischen Milieus hin bzw. benennt die strukturellen Probleme und fordert Lösungen. Juckt nur dann nicht, weil Rechte und Konservative, wann immer Migrationsgeschichte eine Rolle spielt, den Diskurs *so* dominieren und derailen, dass man darüber nicht normal diskutieren kann.
Auch in Klassenverhältnisse, weil man bei einer Frau die Minstestlohn verdient nie von Emanzipation sprechen kann? Nein? Okay dann nicht.
“Der Feminismus” macht erstmal nix der ist ja ne Idee. Feminist:innen schauen überall hin, zumindest kenne ich niemanden der mysogynie oder Gewalt gegen Frauen in “migrantischen Milieus” unterstützt. Nur ist es halt bei der Forderung nach neuen Straftatbeständen oder einer Verschärfung des Strafrechts erstmal wurscht woher der Täter oder die Opfer kommen. Eine Verschärfung des Strafrechts (z.B. Femizid als Mordmerkmal) würde auch Täter in migrantischen Milieus treffen, gleiches gilt eben genauso für’s schließen der Regelungslücke im Fall Fernandez. Natürlich erhält ein Fallit einem Prominenten Täter und einem Opfer, das bereits eine Doku über ihren Fall gedreht hat mehr Aufmerksamkeit als die dutzenden schweren Sexualdelikte, die sich jeden Tag in Deutschland ereignen. Kann man scheiße finden, aber so funktionieren Nachrichten und Medien nun mal.
Personally glaube ich, dass Feminismus in “migrantischen Milieus” auch aus diesen Milieus heraus adressiert werden muss. Ansonsten landet man schnell bei so ner “White Saviour” Geschichte und ich glaube auch nicht, dass es nachhaltig funktionieren würde diese patriachalen Kulturen von außen aufzubrechen. Ich glaube auch nicht, dass es irgendjemandem hilft Menschen aufgrund ihrer Herkunft automatisch vorzuverurteilen.
Ist das ein Quatsch da wieder so einen Kulturkampf draus zu machen. Das ist kein Kampf zwischen Frauen gegen Migranten, sondern ein Kampf zwischen Opfern von Vergewaltigungen gegen das deutsche Gesetz, das in vielen Hinsichten patriarchial hierarchisiert ist.
Aufgrund vieler juristischer Mechanismen ist die Hemmschwelle Vergewaltigungen zur Anzeige zu bringen immer noch extrem hoch. Die Einstellungsquote von eingeleiteten Verfahren ebenso, da Vergewaltigungen häufig klassische Aussage-gegen-Aussage-Delikte sind und traumatisierte Opfer hier klar im Nachteil sind.
Lasst uns bitte nicht auf solche Ablenkungsdebatten hereinfallen.
Sowas kann man auch nur schreiben, wenn man „Feminismus“ halt erst mit den letzten prominenten Beispielen entdeckt hat. 🤦♂️