Warum sollte man superreiche besteuern wenn man auch Arbeitnehmer höher besteuern kann?
Professional_Class_4 on
Positiv kann man ja feststellen dass zumindest angekommen zu sein scheint dass hohe Vermögen das Problem sind und nicht Einkommen.
FS_get_it on
Wenn ihr noch bisschen länger mit der Umsetzung wartet, ist die letzte Holding auch noch in Luxemburg, Malta, Zypern, oder direkt in der Schweiz.
zweitausendzwanzig on
“DGB fordert stärkere Besteuerung von Superreichen” (…) “Nach einem neuen DGB-Konzept soll jeder Euro besteuert werden, der über ein Nettovermögen von 1 Million Euro hinausgeht”
Der Alltag der allermeisten Leute mit 1 Million Nettovermögen ist einfach meilenweit weg von dem, was der Begriff “Superreiche” suggeriert. Eine eigene Immobilie und vielleicht noch eine zweite geerbte, die man eigentlich für einen humanen Preis vermieten will – oder ein paar hunderttausend Euro angespart, die man zB schon deshalb braucht, weil man selbständig ist und keine Rente kriegt.
schm0uz on
Bis diese Forderung im Gesetz verankert ist gilt jeder mit einem abbezahlten Einfamilienhaus als Superreich.
Trash-Panda917 on
Alle (nicht-Reichen) müssen ihren Teil beitragen
Melodic-Honeydew-600 on
Ich frage mich, wie die bestimmen, wer superreich ist und ob am Ende besonders reiche Menschen das Land verlassen und dann in der Folge alle mehr Steuern zahlen müssen.
ponylicious on
“Superreiche” – “1 Million Euro”. Aha – das ist noch nicht mal LeanFIRE.
nazraxo on
Wäre es nicht sinnvoller das Geld direkt an der Quelle über höhere Löhne umzuverteilen?
HansusKrautus on
“ab einer Million Euro Nettovermögen”
In anderen Worten: “Let’s go, Deutschland unattraktiv machen!”
Froschkoenich on
Die Kommentare hier zeigen wieder mal, dass jede Debatte über die gesellschaftliche Zukunft mit Beispielen zur Einzelfallgerechtigkeit im Keim erstickt werden muss. Dann geht es emotional um den Renteneintritt des berühmten Dachdeckers, das kleine Häuschen von Oma Erna oder die Altersrücklagen fleißiger Selbstständiger. Das ist so deutsch, lenkt vom Thema ab und erfreut die wirklich Reichen.
Fakt ist: Die vorgeschlagenen 10% auf 20 Jahre verteilt (0,5% pro Jahr) bemerkt man auch ab einer Million finanziell nicht, denn die Rendite liegt grob beim Zehnfachen. Beim Lastenausgleich in den 1950ern war das irrationale Geschrei der Kleinvermögenden genauso und doch musste niemand ins Armenhaus.
Wir können keine schönen Dinge haben, solange diese Irrationalität nicht aus den Köpfen verschwindet. Sonst nutzen das die wirklich Reichen und Mächtigen noch bis in alle Ewigkeit als willkommene Nebelkerze, um die 99% weiter klein zu halten.
Edit: typo
Superb-Committee-760 on
Wär halt schon mehrheitsfähiger und fast genauso wirksam, wenn man ab 10 oder 20 mio machen würde, damit hätte man sogar den vernüftigen Teil der “finanzielle Freiheit”-Fraktion auf seiner Seite
Funkymeleon on
Deutschland hat etwa 160 Milliardäre mit etwa 700 Milliarden Gesamtvermögen.
Das sind 700.000 x Million €.
Um es sich vorzustellen, wenn jeder Einwohner Frankfurts ein Vermögen von 1 Millionen € hätte, wären sie alle zusammen so reich wie die 160.
Irgendwo muss man anfangen, aber bei 160 könnte man schonmal klingeln gehen.
13 Comments
Warum sollte man superreiche besteuern wenn man auch Arbeitnehmer höher besteuern kann?
Positiv kann man ja feststellen dass zumindest angekommen zu sein scheint dass hohe Vermögen das Problem sind und nicht Einkommen.
Wenn ihr noch bisschen länger mit der Umsetzung wartet, ist die letzte Holding auch noch in Luxemburg, Malta, Zypern, oder direkt in der Schweiz.
“DGB fordert stärkere Besteuerung von Superreichen” (…) “Nach einem neuen DGB-Konzept soll jeder Euro besteuert werden, der über ein Nettovermögen von 1 Million Euro hinausgeht”
Der Alltag der allermeisten Leute mit 1 Million Nettovermögen ist einfach meilenweit weg von dem, was der Begriff “Superreiche” suggeriert. Eine eigene Immobilie und vielleicht noch eine zweite geerbte, die man eigentlich für einen humanen Preis vermieten will – oder ein paar hunderttausend Euro angespart, die man zB schon deshalb braucht, weil man selbständig ist und keine Rente kriegt.
Bis diese Forderung im Gesetz verankert ist gilt jeder mit einem abbezahlten Einfamilienhaus als Superreich.
Alle (nicht-Reichen) müssen ihren Teil beitragen
Ich frage mich, wie die bestimmen, wer superreich ist und ob am Ende besonders reiche Menschen das Land verlassen und dann in der Folge alle mehr Steuern zahlen müssen.
“Superreiche” – “1 Million Euro”. Aha – das ist noch nicht mal LeanFIRE.
Wäre es nicht sinnvoller das Geld direkt an der Quelle über höhere Löhne umzuverteilen?
“ab einer Million Euro Nettovermögen”
In anderen Worten: “Let’s go, Deutschland unattraktiv machen!”
Die Kommentare hier zeigen wieder mal, dass jede Debatte über die gesellschaftliche Zukunft mit Beispielen zur Einzelfallgerechtigkeit im Keim erstickt werden muss. Dann geht es emotional um den Renteneintritt des berühmten Dachdeckers, das kleine Häuschen von Oma Erna oder die Altersrücklagen fleißiger Selbstständiger. Das ist so deutsch, lenkt vom Thema ab und erfreut die wirklich Reichen.
Fakt ist: Die vorgeschlagenen 10% auf 20 Jahre verteilt (0,5% pro Jahr) bemerkt man auch ab einer Million finanziell nicht, denn die Rendite liegt grob beim Zehnfachen. Beim Lastenausgleich in den 1950ern war das irrationale Geschrei der Kleinvermögenden genauso und doch musste niemand ins Armenhaus.
Wir können keine schönen Dinge haben, solange diese Irrationalität nicht aus den Köpfen verschwindet. Sonst nutzen das die wirklich Reichen und Mächtigen noch bis in alle Ewigkeit als willkommene Nebelkerze, um die 99% weiter klein zu halten.
Edit: typo
Wär halt schon mehrheitsfähiger und fast genauso wirksam, wenn man ab 10 oder 20 mio machen würde, damit hätte man sogar den vernüftigen Teil der “finanzielle Freiheit”-Fraktion auf seiner Seite
Deutschland hat etwa 160 Milliardäre mit etwa 700 Milliarden Gesamtvermögen.
Das sind 700.000 x Million €.
Um es sich vorzustellen, wenn jeder Einwohner Frankfurts ein Vermögen von 1 Millionen € hätte, wären sie alle zusammen so reich wie die 160.
Irgendwo muss man anfangen, aber bei 160 könnte man schonmal klingeln gehen.