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15 Comments

  1. SimonPelikan on

    Weil es keine „Grüne Ideologie“ ist, sondern „konservative Politik“, die uns in den ganzen Schlamassel gezogen hat. Außerdem hetzt Springer nicht wie gegen die Ampel

  2. Leider typisch deutsch.

    Wenn es allen schlecht geht ist es okay. Aber sobald jemand an die Privilegien einer Gruppe rangehen will, werden die Klauen ausgefahren.

    Aber nach der Kartoffelkrise und einem schlechten Jahr geht es dann wieder los, denn es kann nicht sein wenn die Bauern auf eigenen Fehlentscheidungen sitzen bleiben. Da müssen dann die Betriebe weiter bezuschusst werden.

  3. Die haben sich scheinbar doch von den extrem Rechten vor den Karren spannen lassen. Oder von der Union. Oder von beiden.
    Oder, was viel näher liegt:
    Die sind selber so drauf und haben aus Prinzip was gegen Grüne.

    Anders kann man deren Verhalten einfach nicht erklären.

  4. HolyCowAnyOldAccName on

    Man erinnere sich an den Post auf r/Finanzen, in dem der Landwirt mal vorgerechnet hat, wie wenig er für seine harte Arbeit herausbekommt und wie existenzbedrohend das Ende der Subvention wäre.

    Als er darauf hingewiesen wurde, dass er einfach mal sein eigenes Gehalt, und was er theoretisch an Pacht bekomme *könnte,* und diversen Abrechnungen wie Sanierung vom Haus über den Betrieb herausrechnet, und bei 2,2 Mio Kapital mit 160k Nettoreingewinn liegt, wurde der Post gelöscht nachdem er jedem Krebs gewünscht hat.

    Ach und die BILD ist immer erstaunlich still, wenn Deutschland durch neoliberale Politik an die Wand gefahren wird.

  5. Aus einem Landwirtschafts-Sub:

    Viele Bauern haben ihre „Hoftanks“ für die Frühjahrsarbeit schon gefüllt. Es ist ihnen einfach erstmal scheißegal.

    Studien und Analysen zeigen, dass die Verflechtungen zwischen dem Bauernverband und Politik – besonders der CDU/CSU – tief sind: Ein großer Teil der Unionsabgeordneten im Agrarausschuss hat engen Bezug zur Landwirtschaft, viele waren oder sind gleichzeitig in Bauernverbänden aktiv.

    Die Bauern haben einfach nur Angst, gegen ihre Lobbyisten zu schießen.

    https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/agrarreform/190429-studie-agrarlobby-iaw.pdf

  6. Far-Pangolin-4089 on

    Ganz vager Verdacht: Vielleicht weil weder der Iran noch Donald Trump einen Scheiß auf Proteste in Deutschland geben.

  7. Villain_Prince on

    Hm, vielleicht werden sie einfach diesmal nicht von Rechts(extremen) aufgestachelt? Ist aber nur so ne Vermutung…

  8. More-Television-593 on

    Ja, Bauern haben was gegen ‘die Grünen’ und sind eher konservativ bis sehr konservativ. 
    Der ausbleibende Protest hat aber verschiedene Ursachen: 
    – Die Bauern müssen JETZT aufs Feld. Das gilt auch für die vielen Lohnunternehmer, die nachweislich die ‘Diesel-Proteste’ mitgetragen haben. Damals, im Januar 2025, hatten sie nix zu tun.
    – Die Ursachen der Preissteigerungen sind komplexer und können nicht (symbolisch) mit einem Gesetz der Regierung verknüpft werden. Krieg wird ja gerne als Naturkatastrophe die man ertragen muss wahrgenommen. 
    – Natüich auch: Die Grüüühnen sind nicht in der Regierung. 

  9. Warum werdet ihr nicht einfach alle Bauern, wenn es doch so einfach ist mit der Landwirtschaft Geld zu verdienen?

    Was mich immer wieder an den Diskussionen stört:

    – Es wird meist der durchschnittliche Gewinn eines Betriebs angegeben, warum wird nicht der median herangezogen?
    – Es gibt regional sehr große Unterschiede, sowie bei der Größe der Betriebe
    – Wie ist das Gewinnverhältnis der Betriebe in Quantilen angegeben? Bspw.: Was verdienen die unteren 25% der Betriebe, was verdienen die oberen 25%?
    – Wie stabil sind die Gewinne über Jahre/Jahrzehnte?
    – Die Bauern arbeiten gerade, keine Zeit für Proteste

    Die Spritpreise werden den unteren 25% der Betriebe sicherlich nicht zugute kommen. Schauen wir einfach mal in einem halben oder in einem Jahr wo die Bauern dann stehen…

  10. Fit-Bookkeeper9775 on

    Kommt bestimmt zur Ernte Zeit, dass man den Mindestlohn aushebeln muss, sonst werden die Deutschen verhungern

  11. Ist der ganze Artikel nicht einfach Äpfel mit Birnen vergleichen? Wobei das Wort “Artikel” großzügig ist.

  12. Es ist doch einfach.

    Die Jungs haben jetzt etwas zu tun. Wenn das im Winter passiert wäre dann hätten die ganzen Knechte die Traktoren der Besitzer auch wieder zum protestieren nutzen können 🙂

    Saftlutschen. Alle samt.

  13. Hier sind die [Bilder](https://imgur.com/a/jPnBQGf).

    **Hier ist der Post (Part 1):**

    *Hallo,*

    *da aktuell die Landwirte aka Bauern wieder am demonstrieren sind und ich des Öfteren lese das die Landwirte doch genug Geld haben. Dachte ich es im am besten mal ein Blick in einen Betrieb zu gewähren. So als Eckdaten schonmal sind wir ein Familienbetrieb, wo mein Vater und ich die meiste Arbeit machen + meine Mutter. Wir betreiben intensiven Ackerbau auf einem guten Standort. Ich beziehe mich im nachfolgenden auf meine Excelrechnung die ich mit Daten aus unsern Jahresabschluss belege. Alle Daten sind möglichst Anonymisiert aus Persönlichkeitsschutzgründen.*

    *Als erstes habe ich die letzten 4 Jahre unsers Jahresgewinns aus der Buchführung genommen und habe da noch Inflation draufgerechnet um die Kaufkraft besser darzustellen. Der Durchschnittsgewinn ist dadurch ja auch höher um mir nicht nachsagen zu lassen ich habe es extra schlecht gerechnet.*

    *Dazu habe ich die Durchschnittswerte für Ackerbaubetriebe als Vergleich geschrieben und einmal den Gewinn je AK. Da sieht man schon das unser Gewinn im Vergleich auch höher ist also kann man mir auch nicht vorwerfen das wir ein schlechten Betrieb haben.*

    *Beim Betriebsgewinn habe ich aufgelistet welche Prämien wir aktuell bekommen. Die Agrardieselprämie soll ja wegfallen was in unserm Fall “nur” 5400€ wären. Dazu soll die Steuerbefreiung von Landmaschinen wegfallen (ca. 3000€ Mehrkosten). Durch die neue GAP haben wir auch noch Einnahmen Verlust von 4% Brache (6000€) und hier und da noch Kosten durch Mehrauflagen während die Prämie gekürzt wird. Es ist kurz davor das wir besser auf die Prämie verzichten und durch intensiven Ackerbau auf den Flächen mehr Geld verdienen ohne Prämie als jetzt mit Einschränkungen. Düngeverordnung und Pflanzenschutzeinsatz ist gesetzlich also daran ändert sich nichts außer das man weniger Bürokratie und Kontrollen hat.*

    *Wir haben selber 40ha Eigenland die man bei uns ohne Probleme für 800€ verpachten kann. Da wir das Geld auch ohne selber Landwirtschaft zu betreiben bekommen würden muss man es vom Gewinn abziehen.*

    *Das Eigenkapital was im Betrieb gebunden ist kann man auch anlegen. Dazu habe ich die Sachanlagen ohne Boden genommen weil die ja veräußert werden können. Da gebraucht Maschinen im Wert gestiegen sind und wir viele Maschinen schon abgeschrieben haben die noch einen hohen Wert haben ist dieser Wert auch eher gering aber nehmen wir das mal an. Zum Eigenkapital muss noch die aktuelle Ernte gerechnet werden. Denn man hat schon alle Kosten für den Anbau gehabt und das Feldinventar wird standartmäßig nicht geschätzt. Da 2022/2023 durch den Ukrainekrieg die Preise für Weizen Raps etc. explodiert sind habe ich davon nur 60% genommen um ein realistischeren Wert zu haben. Im Vorjahr waren es 530.000€ also bin ich mit 450.000€ auch eher konservativ. Das Gesamte Eigenkapital habe ich dann mit 3% verzinst. In der heutigen Zeit ist der Wert fast etwas gering aber langfristig halte ich es für realistisch. Ich kann natürlich auch die 7% vom World ETF annehmen aber ich will wie gesagt nichts schlecht rechnen.*

    *Der letzte und größte Faktor ist Lohnansatz. Hier gibt es bestimmt auch am meisten zu meckern wegen den vielen Stunden. Der Betriebsleiter wird mit 60h/Woche abzüglich 4 Wochen frei gerechnet. Wir arbeiten 6 Tage die Woche von 7:30-18 Uhr und machen über Tag 2 1/2h Pause. Natürlich wird Samstags auch mal weniger gearbeitet wenn man etwas Privates unternimmt oder in der Woche wenn man andere Termine hat. Dafür kommen aber im Sommer zur Ernte deutlich längere Tage hinzu und die Wochenenden fallen auch öfter mal aus. Einmal habe ich als Beispiel in einer Woche über 100h gearbeitet. Ich habe bei mir auch mit 60h/Woche gerechnet und nur 2 Wochen frei. Richtig Urlaub waren 5 Tage aber man hat hier und da auch mal am Samstag frei gehabt. Die hohen Arbeitsstunden im Jahr haben wir durch Privatverkauf von Kartoffeln und Zwiebeln im Winter und durch verschiedene Kulturen um weniger Arbeitsspitzen und mehr Arbeit übers Jahr zu haben. Die Meisten Wartungsarbeiten machen wir alle selber und Elektrik etc. habe ich mir auch beigebracht und mache da jetzt die meisten Sachen selber wo nur ein Fachmann drüber guckt ob das so geht. Da ich meinen Job aber sehr gerne mag gehe ich im Winter und wenn sonst nochmal Zeit ist auf anderen Betrieben arbeiten die ich gut kenne und wieder andere Arbeitsspitzen haben um sich gegenseitig zu entlasten (Einkommen fließt in den Betrieb). Meine Mutter wird mit 10h/Woche gerechnet, eigentlich ist sie die wichtigste Person weil sie fürs Essen sorgt aber die Zeit die Betrieblich geleistet wird ist Hauptsächlich beim Privatverkauf, Unkraut hacken und wenn mal hier und da jemand kurz helfen muss.*